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Känguru-Filets

Posted in : Allgemein, Fails, Küche, Rezept on by : Frank Gillmeister

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Es war mal wieder soweit, unsere Kochrunde hat stattgefunden. Thema war diesmal „Australien“, und somit wurde entschieden, dass es Känguru-Filets geben sollte.

Die Beschaffung der Rohware

Erst einmal waren wir positiv überrascht, als es beim Einkauf im Großmarkt tatsächlich Känguru gab. Wir hatten nicht wirklich viel Hoffnung, aber es lag direkt neben Krokodil in der TK-Box.

Der eine oder andere wird sich nun fragen, warum wir kein frisches Känguru genommen haben? Ganz einfach, wir haben keinen Händler gefunden der das anbietet. Ich hatte bereits bei meinen Recherchen im Vorfeld einen Artikel über die Känguru-Jagd gefunden, in dem erwähnt wurde, dass Känguru-Fleisch eigentlich nur gefroren nach Europa exportiert wird. Das ist auch logisch, wenn man bedenkt, dass fast alle Kängurus gejagt werden, und natürlich sofort nach dem Abschuss gekühlt werden müssen. Wir sprechen ja auch von Australien, und nicht von der Arktis.

Die Zubereitung der Känguru-Filets

Da wir nun also TK-Fleisch hatten, bot es sich an, die Filets Sous Vidé zuzubereiten. Eine Empfehlung für die Kerntemperatur war im Netz schnell gefunden (55°C), also haben wir das Fleisch bei 53°C ins Wasserbad gelegt.

Als es dann zu diesem Gang kam, waren ca. 4 Stunden vergangen. Ich bin bei unserer Kochrunde für die Fleischgerichte zuständig (warum weiß ich auch nicht…), und ich hatte mich entschieden, die Känguru-Filets in der Pfanne zu finishen.

Also von jeder Seite 60-90 Sekunden in die sehr heiße Pfanne, und fertig waren die Filets.

Das Ergebnis

Naja, über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten, aber über die Konsistenz schon. Obwohl alle Filets gleich lange im Wasserbad und in der Pfanne waren, gab es ein paar Stücke, die wunderbar zart waren, andere dagegen waren eher zäh. Da galt dann schon das Motto „Trimm´ dich fit im Kampf um das tägliche Brot“. Eigentlich schade. Woran es liegt, lässt sich im Nachhinein natürlich kaum feststellen. Ich kann mir das nur so erklären, dass es sich um mehrere Tiere gehandelt hat, die ihre Filets für unser Essen geben mussten.

Der Geschmack von Känguru-Filets ist nicht einfach zu beschreiben. Am ehesten möchte ich es mit Wild vergleichen, vorzugsweise mit Hirsch. Allerdings ist durch die Tiefkühlung ein latentes Leber-Aroma zu erkennen. Etwas, dass auch bei TK-Wildfleisch auftreten kann.

Insgesamt hat es mich nicht überzeugt. Bei Gelegenheit werde ich es vielleicht noch einmal in einem Restaurant probieren, aber ich glaube nicht, dass ich es noch einmal selbst machen werde.

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