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Neue Gadgets – Kugelsmoker und Pizza-Cover

Posted in : Allgemein, Gadget, Grill on by : Frank Gillmeister

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Wenn man etwas ambitionierter grillt, kommt man früher oder später auf das Smoken von Grillgut und auf die Herstellung einer Pizza. Ich habe mich nach reiflicher Überlegung dazu entschieden, ein paar Gadgets anzuschaffen, die mich dabei unterstützen: den Kugelsmoker und ein Pizza-Cover.

Werbung?

Eins vorweg: es kann sein, dass man hier meint, Werbung zu entdecken. Dass der Hersteller auf den Bildern zu sehen ist, ist nun mal so. Er graviert seinen Namen nun einmal auf die Produkte, und ich sehe es überhaupt nicht ein, das zu retuschieren. Beides habe ich von der Firma Grillrost. Selbst bestellt, aus eigener Tasche bezahlt, auf eigenes Risiko in Betrieb genommen. Punkt. Sollte man das Werbung nennen, dann ist das eben so.

Gadget 1: Der Kugelsmoker

Tatsächlich ist die Firma nicht die Einzige, die solche Gadgets herstellt. Mir geht es dabei nicht unbedingt um das Produkt an sich, sondern darum, ob das versprochene Prinzip funktioniert. Wie auf den Bildern zu erkennen ist, sind beide Gadgets inzwischen mehrfach benutzt worden. Ich denke daher, dass ich mir ein Urteil dazu erlauben kann.

Der Kugelsmoker ist ein ca. 2 mm starkes, rechtwinklig gekantetes Stück Edelstahl, dessen Kontur der eines Kugelgrills angepasst wurde. Es gibt ihn für unterschiedliche Grillgrößen, also auch für verschiedene Hersteller.

Das Prinzip: durch den Winkel wird ein Bereich im Garraum abgetrennt, indem verhältnismäßig wenige Kohlen für eine längere Garzeit im sogenannten Low & Slow – Bereich sorgen. Der liegt bei ca. 110° bis maximal 130° Celsius. In den entstehenden Hohlraum gibt man ein paar kalten Briketts, und den Grillvorgang startet man mit ca. 6 durchgeglühten Briketts aus dem Anzündkamin. Durch die beiden äußeren Aussparungen gibt man dann noch Räuchergut (Späne oder Chunks) für das Raucharoma dazu.

In die im Lieferumfang enthaltene GN-Schale, die in die mittlere Aussparung gehört, kommt Flüssigkeit, mindestens Wasser, aber ebenso geht Saft, Bier, Brandy, Whisky etc. Die Verdunstung der Flüssigkeit sorgt für ein ideales Klima im Garraum.

Einregeln muss man den Kugelgrill kaum. Ich lasse den unteren Lufteinlass ungefähr halb geöffnet, ebenso den Abzug im Deckel. Somit erreiche ich eine Durchlaufzeit von ca. 5 bis 6 Stunden bei ca. 120°C. Ein idealer Zeitraum für z.B. Spare Ribs.

Einen Nachteil möchte ich nicht verschweigen: der GN-Behälter ist relativ klein, und somit ist die Flüssigkeit nach ca. 90 Minuten verdunstet. Wer also meint, Pulled Pork oder Brisket über Nacht ohne Aufstehen machen zu können, den muss ich hier leider enttäuschen.

Gadget 2: Das Pizza-Cover

Ein weiteres Gadget ist das Pizza-Cover. Auch dabei handelt es sich um ein gewinkeltes Stück Edelstahl, auf der Oberseite wird ein Thermometer montiert. Bei der Bestellung sollte man aufpassen, dass das Pizza-Cover auch wirklich auf die Grillfläche passt. Auf meinem Gasgrill deckt das Cover 3 von 4 Brenner ab. Für Kugelgrills gibt es andere Lösungen. Die eckige Form dürfte hier eher hindelich sein.

Dazu benutze ich einen Pizzastein. Ich habe mir vor Jahren mal einen auf die Abmessungen unseres Backofens schneiden lassen, es tut aber jeder andere Pizzastein, der etwas kleiner ist als das Cover.

Das Prinzip: Das Pizza-Cover reduziert die Höhe des Garraums, und erhöht dabei die Oberhitze. Das ist bei Pizza entscheidend. In Pizzerien, in denen in einem Holzofen gebacken wird, liegt die Garraumtemperatur gerne mal bei 450° und darüber. Die Temperatur sorgt dafür, dass der Käse auf der Pizza dann fertig geschmolzen ist, wenn der Boden schön kross gebacken ist.

Es geht also los: alle 4 Brenner des Gasis marsch. Im Normalfall erreiche ich nach ca. 11 Minuten eine Temperatur auf Höhe des Grillrosts von 300°, und da steigt mein Thermometer aus. Wie hoch die Temperatur wirklich geht, weiß ich tatsächlich nicht.

Aber das Cover hat ja ein eigenes Thermometer. Nach ca. 20 Minuten knacken wir die 430°, nach weiteren 10 Minuten steht der Zeiger auf Anschlag. Was für eine Hölle…

Egal wie schnell die Temperatur nach oben schießt: Geduld ist gefragt. Der Pizzastein erhitzt sich wesentlich langsamer als der Garraum, ich empfehle einfach mal eine halbe Stunde unter Vollgas. Danach reicht es, die Temperatur über die beiden äußeren Brenner zu regulieren. Ein Brenner genau unter der Pizza würde eher dafür sorgen, dass der Boden verbrennt.

Eine Pizza braucht unter dem Cover ca. 4-5 Minuten. Bitte bleib dabei stehen, und drehe die Pizza ein paar Mal, damit der Rand gleichmäßig wird. Das erste Mal nach ca. 90 Sekunden, dann passiert dem Boden auch nichts. Natürlich empfiehlt sich ein Pizzaschieber. Ich finde, dass die Konsistenz genauso gut ist wie beim Italiener, und alle Lieferdienste in den Schatten stellt.

Fazit

Was soll ich noch groß sagen? Beide Gadgets sind ihren Preis in meinen Augen wert. Sie machen die eigenen Ergebnisse am Grill reproduzierbar, und den Griller dadurch das Leben einfacher. Low & Slow bleibt stabil, und die Pizza schmeckt einfach super.

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